Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
Ist mit Schuleintritt der Kinder alles einfacher? Welche Unterstützung bieten Arbeitgeber den Eltern? Direkt zur Umfrage.

Aktuelle Termine finden Sie in unserem Terminkalender im Programm-Bereich. weiter
Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation
Netzwerk aktuell07.12.2009
Als 2.500. Mitglied ist das Standortmanagement Golm gemeinnützige GmbH dem Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ beigetreten. Das Unternehmen fördert die Entwicklung des Wissenschaftsparks Potsdam-Golm und setzt dabei auf Familienfreundlichkeit als bedeutenden Standortfaktor. Lesen Sie hierzu im Interview, welche Maßnahmen den Beschäftigten im Wissenschaftspark die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen.
Seit Mitte der 90er Jahre hat sich der Wissenschaftspark Potsdam-Golm sowohl in wissenschaftlicher als auch wirtschaftlicher Hinsicht zum erfolgversprechendsten Standort im Land Brandenburg entwickelt. In drei Max-Planck-Instituten, zwei Fraunhofer Instituten, zwei Fakultäten der Universität Potsdam und einer Vielzahl verschiedener Unternehmen sind am Standort über 2.500 Menschen beschäftigt und mehr als 7.000 Studierende eingeschrieben.
Ein professionelles Standortmanagement, mit dem Geschäftsführer Friedrich W. Winskowski, fördert die Entwicklung des Wissenschaftsparks durch gezielten Ausbau der Infrastruktur und bündelt die Kräfte und Interessen aller Institutionen, Institute, Gesellschaften und Unternehmen des Wissenschaftsparks Potsdam-Golm. Das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ sprach mit Anja Lauterbach, Assistentin der Geschäftführung des Standortmanagements im Wissenschaftspark Potsdam-Golm.
Frau Lauterbach, warum setzen Sie sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein?
Lauterbach: Ein großer Teil unserer Beschäftigten vor Ort sind junge Mütter und Väter. Für sie ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Voraussetzung für ihre Arbeit. Exzellente Resultate in Forschung und Wirtschaft sind immer das Ergebnis von Menschen, die sich bei der Arbeit wohl fühlen. Deshalb setzen wir auf eine ausgewogene Work-Life-Balance.
Weiterhin setzen wir auf den Faktor Familienfreundlichkeit als bedeutenden Standortfaktor für die weitere Entwicklung unseres Wissenschaftsparks. Wir haben hier einige der besten Köpfe an einem Ort versammelt. Wenn man diese Mitarbeiter halten und auch weiterhin junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für unseren Standort gewinnen möchte, muss man mit der Zeit gehen. Vor allem vor dem Hintergrund des zukünftigen Fachkräftemangels kommt es darauf an, Bedingungen zu schaffen, die auf die Lebenssituation und die Bedürfnisse der jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgestimmt sind.
Wie sieht Familienfreundlichkeit im Standortmanagement bzw. Wissenschaftspark konkret aus?
Lauterbach: Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitbeschäftigung sind bei allen Instituten und Unternehmen im Wissenschaftspark eine Selbstverständlichkeit. Ein besonderes Merkmal unseres Wissenschaftsparks ist der hohe Anteil ausländischer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die mit ihren Familien nach Potsdam kommen. Für deren Integration, z.B. Vermittlung von Wohnung, Kita, Schule etc., stehen verschiedenste Aktivitäten, Initiativen und Netzwerke der Institutionen und Institute des Standortes bereit.
Unsere Beschäftigten haben einen hohen Bedarf an Kinderbetreuungslösungen. Auf Initiative der Max-Planck-Institute wird bis zur Fertigstellung der Kita 2010 eine Tagesbetreuung am Standort durch Tagesmütter ermöglicht. Fröbel e.V. wird im Sommer 2010 eine Betriebskindertagesstätte mit 120 Plätzen an unserem Standort eröffnen. Sie wird sich flexibel und mit verlängerten Öffnungszeiten bis mindestens 20 Uhr an die Bedürfnisse der Beschäftigten anpassen. Sommerschließzeiten fallen weg. Vorrangig wird sie den Kindern unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten zur Verfügung stehen. Initiiert wurde dieses Projekt durch die Institute des Wissenschaftsparks, die Universität Potsdam, Vertretern der Landeshauptstadt Potsdam und durch das Standortmanagement. Das bilinguale Konzept der Fröbel-Gruppe korrespondiert mit der Internationalität und den interkulturellen Besonderheiten des Wissenschaftsparks.
Was versprechen Sie sich vom Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“? Was interessiert Sie besonders?
Lauterbach: Vom Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ verspreche ich mir einerseits vor allem Anregungen für weitere zukünftige Maßnahmen und innovative Ideen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Andererseits ist die Mitgliedschaft im Netzwerk für uns auch ein klares Bekenntnis, dass wir im Wissenschaftspark Potsdam-Golm das Thema Familienfreundlichkeit zur Chefsache erklären.
Ziel des Netzwerkes ist es, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen. Was braucht es Ihrer Meinung nach, damit wir in Deutschland dahin kommen?
Lauterbach: Meiner Meinung nach kommt es vor allem darauf an, Familienfreundlichkeit in den Unternehmen tatsächlich zu leben. Damit meine ich vor allem, Arbeitszeiten möglich zu machen, die Müttern und Vätern Zeit und Raum für das Familienleben geben, Verständnis der Kolleginnen und Kollegen sowie die Beteiligung der Arbeitgeber an innovativen Kinderbetreuungskonzepten. Verstärken müssten sich weiterhin die Angebote an Arbeitsplätzen für Mütter und Väter in flexiblen Teilzeitmodellen oder auch im Jobsharing.